Gehren – das Dorf

Ein Gutsdorf an der Grenze - zwischen Brandenburg, Pommern und Mecklenburg

Inmitten des Landschaftsschutzgebietes „Brohmer Berge“, ca. 16 km nördlich von Strasburg, liegt Gehren.

Deutsche Bauern kamen aus der Altmark

Gehrener Kirche im Winter

Durch den Vertrag von Kremmen, 1236, wurden die brandenburgischen Markgrafen die Lehnsherren über das Land Stargard, das territorial aus dem Gau des slawischen Lutizenstammes der Redarier entstanden war. Der Landesausbau wurde durch die Ansiedlung von deutschen Bauern aus der Altmark begonnen. In dessen Verlauf wurden Städte wie Strasburg, Woldegk und Friedland sowie umliegende deutsche Dörfer  neu gegründet oder aus bestehenden slawischen Siedlungen erweitert.

Seit 1402 gehörte das Land zum Herzogtum Mecklenburg, seit 1471 zum Herzogtum Mecklenburg-Güstrow, ab 1701 zum Herzogtum Mecklenburg-Strelitz, das nach dem Wiener Kongress  (1815) Großherzogtum wurde.

In der Weimarer Republik (1918 bis 1934) war Mecklenburg-Strelitz ein Freistaat. Von 1934 bis 1946 wurde daraus der Landkreis Stargard. Von 1952 bis 1994 gehörte Gehren zum Kreis Strasburg im Bezirk Neubrandenburg.

1992 beschlossen die Gehrener Gemeindevertreter die Eingemeindung des Dorfes in die Stadt Strasburg im Landkreis Uecker-Randow, 2011 ging dieser in den  Landkreis Vorpommern-Greifswald auf.

Der Ort Gehren taucht erstmals im Jahre 1592 in einer Urkunde auf. Der Anlass dafür war, das er aus dem Besitz des Galenbecker Rittergeschlechts von  Rieben in den Pfandbesitz des Neubrandenburger Ratsherrn Ihlenfeld überging.

Eine Besonderheit des Dorfes bestand darin, daß die Feldflur  nicht wie üblich in Vollhufen zu ca. 30 Morgen als Wirtschaftsgrundlage für eine Bauernfamilie eingeteilt war. Die örtliche Flureinteilung bezog sich auf Dreiviertelhufen, sogenannte „Gehren“  zu ca. 23 Morgen. Diese Ausnahme, einmalig im Land Stargard, wurde namensgebend für das Dorf Gehren.