Flora und Fauna

Wildtiere entdecken – in freier Natur

In den Brohmer Bergen leben noch viele Wild­tiere. Frei und ohne Gehe­ge­zäune folgen viele im Wild­tier­land um das Gut Klepels­hagen ihrem natür­li­chen Lebens­rhythmus.

Seine Majestät, der Rothirsch

Er ist unsere größte frei­le­bende Wild­tierart. Ursprüng­lich lebte er in offener und halb­of­fener Land­schaft, wird  aber immer mehr in Wald­bio­tope verdrängt.  Er verfügt über ein beson­ders großes und weit­ver­zweigtes Geweih.

Das scheue Reh

Es ist unser belieb­testes Wild­tier. Am meisten mag es die offene Feld­flur, lebt auch gern in reich struk­tu­ierten Misch- und Busch­wäl­dern.

Das Wildschwein

es ist  Vorfahr unserer Haus­schwein­rassen. Durch den vermehrten Mais­anbau nimmt seine Verbrei­tung stark zu und dehnt sich sogar in besie­delte Bereiche aus.

Auch wieder der Hase

Feldhase auf einem Acker

Der Feldhase ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Er ruht am Tag in Sasse genannten, flachen, meist gut gedeckten Mulden.

Er ist das kleinste heimi­sche Säuge­tier, das den Winter ohne ein Nest oder einen Bau über­steht.

Der Glücksvogel — der Kranich

Seine Schön­heit und die Anmut seiner Tänze haben schon immer die Menschen faszi­niert. In den Legenden vieler Völker steht er für Klug­heit, Wach­sam­keit, Weis­heit, ein langes Leben und Erha­ben­heit in der Natur.

Der Seeadler — das Wappentier Deutschlands

Er ist der größte euro­päi­sche Greif­vogel. Durch inten­sive Schutz­maß­nahmen wurde seine drohende Ausrot­tung um 1970 erfolg­reich verhin­dert. Der größte Bestand ist heute in Meck­len­burg-Vorpom­mern!

Der Fischadler — ein unermüdlicher Zugvogel

Seine Nahrung besteht ausschließ­lich aus Fischen. Zur Über­win­te­rung meis­tert er gefähr­li­chen Flüge bis an das Mittel­meer und nach Nord­afrika. Durch mehr­fache Schutz­be­mü­hungen konnte der Bestand der Art in Meck­len­burg-Vorpom­mern gesi­chert werden.

Der Schreiadler — unser „Pommernadler“

Sein Winter­quar­tier erreicht er  nach einer Flug­strecke  bis  zu 10.000 km in den Savannen Ost- und Südafrikas. Seine Art kann auch in Meck­len­burg-Vorpom­mern nur durch den Erhalt seiner Lebens­räume — feuchten Wiesen und Wald­land­schaften mit Altholz­be­ständen gesi­chert werden.

Schwarzspecht

Der Schwarz­specht ist, etwa krähen­groß, der größte Specht Europas. Seine Haupt­nah­rung sind Ameisen, im Sommer holz­be­woh­nende Arten, im Winter haufen­bil­dende am Erdboden. Brut­höhlen legt er gern in hohen, dick­stäm­migen Rotbu­chen an.  Seine Brut­höhlen werden gern von anderen Arten, z.B. Eich­hörn­chen, Fledermäusen,Baummardern und Käuzen genutzt.

Ein blauer Frosch

Der Moor­frosch ist eine kleine Froschart (bis sieben Zenti­meter  Größe). Die Männ­chen tragen zur Laich­zeit eine inten­sive Blau­fär­bung. Die Weib­chen legen 500 bis 3.000 Eier in Form von Laich­ballen in das Flach­wasser der Laich­ge­wässer ab. Als Lebens­raum bevor­zugen die Moor­frö­sche sump­figes Grün­land, Nieder­moore und Nass­wiesen. Die streng geschützte Art darf in Ihrem Lebens­raum nicht gestört werden.

Waldkauz

Als Lebens­raum bevor­zugt der Wald­kauz Laub- und Misch­wälder und alle Bestände an alten höhlen­rei­chen Bäumen. Wald­käuze bewohnen ihr Revier in glei­cher Paarung lebens­lang, bis zu 15 Jahren. Ihre Haupt­nah­rung sind Mäuse.

Bussarde

Der häufigste Vertreter der Familie ist in Mittel­eu­ropa der Mäuse­bus­sard. Sein Gefieder vari­iert von fast  Weiß bis Dunkel­braun. Als Lebens­raum bevor­zugt er offene Land­schaften.

Mehlprimel — Relikt der Eiszeit

Die Vorkommen der Mehl­primel im Nord­osten von Meck­len­burg-Vorpom­mern gelten als Relikt der Eiszeit — die Bestände sind selten. Sie wächst auf feuchten, kalk­hal­tigen Böden in Flach­mooren und Bach­ufern. Die Pflanze erreicht Wuchs­höhen bis 20 cm, sie ist durch ihre Rhizome ausdau­ernd, sommer­grün und krautig.

Der Name entstand wegen eines mehl­ar­tigen Über­zuges aus ausge­schie­denen Kris­tallen der Drüsen­haare vermischt mit Pflan­zen­wachs. Die Mehl­primel blüht von Mai bis Juli und bildet nach einer Insek­ten­be­stäu­bung Kapsel­f­rüchte.

Rotbuche

Die Rotbuche ist ein typi­sche Baum Mittel­eu­ropas, Deutsch­land hat mit seinen sehr guten klima­ti­schen Bedin­gungen die beson­dere Verant­wor­tung für die Erhal­tung dieser Art. Früher war sie die häufigste Baumart in deut­schen Wäldern und eng mit der Kultur­ge­schichte verbunden. Das Wort „Buch­stabe“ leitet sich von mit Runen beschrie­benen Buchen­stäb­chen ab, auch das Wort Buch“ hat hierin seinen Ursprung. In Orts- und Fami­li­en­namen taucht buch“ auf.

Die Buche lieferte Laub und Reisig als Stal­lein­streu, Buch­eckern als Vieh­futter und in Notzeiten auch als Ersatz für Brot­ge­treide. Im Wald profi­tieren Vögel, Eich­hörn­chen, Sieben­schläfer und Mäuse von den Früchten, die aller­dings nur in manchen Jahren in großen Mengen gebildet werden.

Aus Buchen­holz stellten die Köhlern  hoch­wer­tiger Holz­kohle her, mit deren Hitze  Metalle und Glas erzeugt werden konnten. Das Buchen­holz ist hart, wenig elas­tisch und wird für die Herstel­lung von Parkett, Möbeln, Treppen, Spiel­zeug und Küchen­werk­zeug verar­beitet.

    Gesunder Mischwald

    Dieser junge Baum hat Glück: auf der Lichtung schaffen es genügend Sonnenstrahlen durch die dichten Baumkronen des Mischwaldes.

    Ab und zu braucht es eine Abkühlung

    An heißen Sommertagen tut ein kurzer Sprung in die nächste Wasserstelle gut – auch für Hirschkühe.

    Der Rothirsch

    Er ist in den Brohmer Bergen keine seltene Erscheinung. Auf Wiesen und in Wäldern könnte er euch über den Weg laufen.

    Feldhase

    Heuschrecke auf einem Blatt

    Der Ausdruck „Heuschrecke“ geht auf althochdeutsch „skrik“ für Springen zurück. Feldheuschrecken können eine Sprungweite von einem Meter erreichen.

    Feldhase auf einem Acker

    Der Feldhase ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Er ruht am Tag in Sasse genannten, flachen, meist gut gedeckten Mulden.