Die Region

Lebensräume für Rothirsch, Kranich und Mehlprimel

Sanfte Hügel­ketten, flaches Weide­land, wogende Felder, ausge­dehnter Wald und blühende Heide: so nehmen wir die viel­fäl­tigen Land­schaften im Südosten von Mecklenburg-Vorpommern wahr.

Früher lebten bei uns…

Rentiere in großen Herden

Vom Eis der Gletscher geformt…

Der Rothirsch

Er ist in den Brohmer Bergen keine seltene Erscheinung. Auf Wiesen und in Wäldern könnte er euch über den Weg laufen.

… sind die Morä­nen­züge der Brohmer und Helpter Berge, das entwäs­serte Nieder­moor­ge­biet der Fried­länder Großen Wiese und ausge­dehnte Wald- und Heide­flä­chen in der Uecker­münder Heide. Ein reiches  Angebot der Natur an Land­schafts­formen, in denen sich seit dem Ende der Eiszeit viele Arten in Flora und Fauna ausprägen konnten.

Menschen wandern ein …

Das wärmere Klima hatte ein größer werdenden Nahrungs­an­gebot an Wild, Fisch und Wild­pflanzen für die Menschen zur Folge. Seit der Mittel­stein­zeit (vor etwa 10.000 Jahren) wanderten weitere klei­nere Gruppen von Jägern und Fischern in unsere Region ein.

… und werden sesshaft

In der darauf­fol­genden Jung­stein­zeit (vor etwa 5.000 bis vor etwa 3.800) Jahren wurden unsere Vorfahren zu Vieh­züch­tern und Acker­bauern. Durch den Bau fester Häuser und Sied­lungen wurden sie sess­haft. Sie fertigten ihre Werk­zeuge aus Holz, Stein und Knochen und stellten Gefäße aus Ton her.

Mit der Nutzung von Bronze beginnt das Metallzeitalter …

Trogmühle, Georgenthal

Die weitere güns­tige Klima­ent­wick­lung ermög­lichte wach­sende Erträge von Feldern und Vieh­herden. Über­schüsse wurden gegen begehrte Metalle aus dem Süden und Westen einge­tauscht. Die Menschen in der Bron­ze­zeit bauten präch­tige Grab­hügel und schüt­zende Burg­an­lagen.

Hügelgrab Blocksdorf

Einheimisches Erz wurde entdeckt …

In diesen einfachen Schmelzöfen wurde Rasenerz zu Eisen geschmolzen.

Rost­far­bene Steine schmolzen in der Hitze des Feuers zu flüs­sigem Eisen, das sich durch Schmieden und Gießen formen ließ. Die einhei­mi­schen Stämme wurden von ihren römi­schen Nach­barn als Germanen bezeichnet. Vor 1.600 Jahren zogen die germa­ni­schen Vorfahren während der  Völker­wan­de­rungs­zeit  nach Westen,  in den nun menschen­leeren Räumen  konnte sich die Natur unge­hin­dert entfalten — dichte Wälder bestimmten die Land­schaft.

Etwa 150 Jahre später zogen slawi­sche Stämme entlang der großen Flüsse aus südöst­li­chen Räumen  in unsere Region, rodeten Wälder und legten Sied­lungen und Burgen an — damit begann auch hier das Mittel­alter.

Im Hochmittelalter

Nach dem Slawen­kreuzzug von 1147 wurden in den  ehemals slawi­schen Burg­be­zirken  und deren Dörfern  wendi­sche und deut­sche Vasallen von deut­schen Fürsten einge­setzt. Sie sollten das Land ausbauen und besie­deln, neue Orte wurden gegründet.

Aus deut­schen Sied­lern und den ansäs­sigen slawi­schen Bauern entwi­ckelte sich eine neue Bevöl­ke­rung in Meck­len­burg, Pommern und Bran­den­burg. In dieser Zeit begann damit auch die Geschichte des Dorfes Gehren.